Der Fährtenleger geht voraus
Er startet am Ansatz, läuft die geplanten Schenkel ab, legt an vorgesehenen Stellen Gegenstände aus und beendet die Fährte am letzten Gegenstand. Jeder Schritt hinterlässt Bodenverletzung und Geruch.
Wie lange muss eine Fährte liegen, wie viele Winkel hat IFH 3, was genau ist eine Verleitung? Diese Seite fasst die Vorgaben der Stufen IGP 1–3 und IFH 1–3 zusammen und erklärt die Begriffe, die auf dem Trainingsplatz selbstverständlich benutzt werden – auch von denen, die gerade erst anfangen.
Die Angaben hier folgen der FCI-PO 2025 und sind so auch in TrackMaster IGP hinterlegt. Für eine Prüfung zählt immer der Wortlaut der geltenden Prüfungsordnung und die Entscheidung des Leistungsrichters.
Ein Fährtenleger geht eine festgelegte Strecke über Acker oder Wiese und tritt dabei eine Geruchsspur. Nach einer vorgeschriebenen Wartezeit arbeitet der Hund diese Spur mit tiefer Nase aus, zeigt unterwegs ausgelegte Gegenstände an und folgt der Fährte auch über Richtungswechsel hinweg.
Er startet am Ansatz, läuft die geplanten Schenkel ab, legt an vorgesehenen Stellen Gegenstände aus und beendet die Fährte am letzten Gegenstand. Jeder Schritt hinterlässt Bodenverletzung und Geruch.
Zwischen Legen und Suchen liegen je nach Stufe 20 Minuten bis 3 Stunden. In dieser Zeit verändert sich der Geruch – Wind, Sonne, Feuchtigkeit und Bodenart entscheiden mit, wie schwer die Arbeit für den Hund wird.
An der 5- oder 10-Meter-Leine oder frei sucht der Hund die Spur ab. Gegenstände zeigt er an, Winkel arbeitet er sauber aus. Bewertet werden Sicherheit, Intensität und Genauigkeit – nicht die Geschwindigkeit.
Von 300 Schritten mit zwei Winkeln bis zu 1800 Schritten mit sieben Winkeln, sieben Gegenständen und drei Stunden Liegezeit: Der Sprung zwischen den Stufen liegt nicht nur in der Länge.
| Stufe | Schritte | Winkel | Gegenstände | Liegezeit | Ausarbeitung | Leine | Art | Verleitungen | Spitze Winkel | Halbkreis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IGP 1 | 300 | 2 | 3 | 20 min | 15 min | 5 m | Eigenfährte | – | – | – |
| IGP 2 | 400 | 2 | 3 | 30 min | 15 min | 10 m | Fremdfährte | – | – | – |
| IGP 3 | 600 | 4 | 3 | 60 min | 20 min | 10 m | Fremdfährte | – | – | – |
| IFH 1 | 800 | 4 | 3 | 90 min | 30 min | 10 m | Eigenfährte | – | – | – |
| IFH 2 | 1200 | 6 | 4 | 120 min | 30 min | 10 m | Fremdfährte | 2 | 1 | – |
| IFH 3 | 1800 | 7 | 7 | 180 min | 45 min | 10 m | Fremdfährte | 2 | 2 | 1 |
Gegenstände dürfen frühestens nach etwa 100 Schritten liegen; der letzte Gegenstand markiert das Ende der Fährte. Ab IFH 1 sind auch zwei Gegenstände auf einem Schenkel zulässig. Genau diese Werte steuern in TrackMaster IGP den Fährtenplaner und die Warnungen beim Legen – und lassen sich anpassen, falls ein Verband abweichende Vorgaben nutzt.
Zwei identisch gelegte Fährten können sich völlig unterschiedlich arbeiten lassen. Deshalb lohnt es sich, die Bedingungen mitzuschreiben statt nur das Ergebnis.
TrackMaster IGP speichert Wetter, Untergrund und Bodenzustand zu jeder Fährte und wertet die Ergebnisse später nach diesen Bedingungen aus. So wird sichtbar, ob die schwächere Leistung wirklich am Hund lag – oder am Acker. Mehr dazu unter Auswertung & Score.
Nach FCI-PO 2025 mindestens 20 Minuten bei IGP 1, 30 Minuten bei IGP 2 und 60 Minuten bei IGP 3. Im IFH sind es 90 Minuten (IFH 1), 120 Minuten (IFH 2) und 180 Minuten (IFH 3).
Rund 1200 Schritte, verteilt auf sechs Winkel und vier Gegenstände. Dazu kommen zwei Verleitungsfährten und ein spitzer Winkel. IFH 3 steigert das auf 1800 Schritte, sieben Winkel, sieben Gegenstände und einen Halbkreis.
Bei einer Eigenfährte legt der Hundeführer die Fährte selbst – der Hund kennt den Geruch. Bei einer Fremdfährte legt eine andere Person, was deutlich anspruchsvoller ist. IGP 1 und IFH 1 laufen als Eigenfährte, ab IGP 2 sowie bei IFH 2 und 3 als Fremdfährte.
Eine zusätzliche Spur einer anderen Person, die die eigentliche Fährte kreuzt und meist frischer ist. Der Hund muss auf seiner Fährte bleiben und darf der Verleitung nicht folgen. Vorgesehen ist sie bei IFH 2 und IFH 3 mit jeweils zwei Verleitungen.
Die Ausarbeitungszeit beträgt 15 Minuten bei IGP 1 und 2, 20 Minuten bei IGP 3, 30 Minuten bei IFH 1 und 2 sowie 45 Minuten bei IFH 3.
Bei IGP 1 sind es 5 Meter, in allen übrigen Stufen 10 Meter. Der Hund kann die Fährte alternativ auch frei suchen.
Nein. Nach der Prüfungsordnung ist die Suchgeschwindigkeit allein kein Bewertungskriterium – entscheidend sind Intensität, Sicherheit und die Genauigkeit an Winkeln und Gegenständen. Für das eigene Training kann das Tempo trotzdem aufschlussreich sein, weil Verlangsamungen oft genau dort auftreten, wo es schwierig wird.
Mit GPS. Wird die gelegte Fährte aufgezeichnet und die Suche ebenfalls, lassen sich beide Spuren übereinanderlegen und die Abweichung messen. Genau dafür ist TrackMaster IGP gebaut – inklusive Bewertung nach PVO 2025 und PDF-Bericht.
Diese Vorgaben automatisch in ein Fährtenschema übersetzen – passend zur verfügbaren Fläche.
Mehr erfahren →Lege- und Suchspur übereinander, Score nach PVO 2025 und Fehler-Heatmap.
Mehr erfahren →Der komplette Ablauf mit der App – vom Legen bis zum fertigen Bericht.
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